Kim Zimmermann verpasst das Podest
knapp
Kein Wetterglück für die inoffizielle
Schweizer Meisterschaft dieser beiden Bootsklassen. Nur ein
Zentralschweizer konnte mit der Spitze
mithalten.
VON RAOUL RUDIN
Eigentlich war die Idee genial: In einer Woche
finden am Gardasee die Europameisterschaften in dieser Klasse
statt. Da wollte man den vielen Jollenseglern aus den
nördlichen Nachbarländern Gelegenheit geben, sich auf der
halben Wegstrecke auf ähnlichem Revier ideal dazu
vorzubereiten. Der Segelklub Ennetbürgen und der
Wassersportclub Obwalden erwarteten deshalb für die SWISS Open
vom letzten Wochenende auf dem Alpnachersee ein grosses
Teilnehmerfeld für die bei uns noch nicht so bekannte
Jollenklasse.
Mit über 60 teilnehmenden Booten ist das dem
Organisator Daniel Manetsch vom Ennetbürger Segelklub auch
geglückt. Drei holländische Clubs schickten sogar ihre
kompletten Juniorenmannschaften mit Trainer und
Begleitbooten.
Leider spielten aber Wind und Wetter am letzten
Samstag, dem ersten Regattatag aber gar nicht mit. Obwohl man fast
fünf Stunden auf dem Wasser verbrachte, konnten bei den Flashs
nur ein Lauf gesegelt werden, die Splashs gingen gar ohne
zählbares Resultat an Land.
So nutzte man den schönen Wind am
Sonntagmorgen und legte zügig los, so dass bis zum Mittag
bereits vier Läufe zustande kamen. Leider schlief dann der
Wind wieder ein und der Dauerregen verscheuchte die Teilnehmer an
Land.
Hohes Niveau
Natürlich hatten die Zentralschweizer Segler
einen schweren Stand, waren doch viele internationale Spitzensegler
am Start. Umso höher sind da die Resultate des
Ennetbürgers Kim Zimmermann zu bewerten der mit einem zweiten
und einem fünften Platz den Anschluss an die europäische
Spitze schaffte. Leider verpasste er schliesslich in der
Gesamtwertung knapp einen Platz auf dem Siegerpodest.
Obwohl der viele Regen und die kühle
Witterung die Veranstalter und Teilnehmer arg beutelte,
äusserten sich besonders die ausländischen Gäste,
die fast ausnahmslos beim Rotzloch campierten, sehr zufrieden
über die Organisation und den Verlauf der Regatta.
Natürlich sind sich unsere nördlichen Nachbarn ja auch
gewohnt durch kühle Witterung die gute Laune nicht verderben
zu lassen.